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Der autonom fahrende Elektrobus: Aktueller Stand unseres Projektes

Projekt NAF-Bus der EurA-Niederlassung in Schleswig-Holstein

Mit einer App auf dem Smartphone den Bus rufen – und der kommt auch noch, ohne dass ein Fahrer am Steuer sitzt. Nach dem Aussteigen am gewünschten Haltepunkt sucht sich das elektrisch angetriebene Fahrzeug selbstständig einen Abstellort, lädt an der nächsten Ladestation auf oder macht sich auf den Weg zum nächsten Fahrgast. Diese Vision könnte in Zukunft in ländlichen Gebieten eine Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sein, der sich dort häufig aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr lohnt.

 

NAF Bus ist die Abkürzung für Nachfragegesteuerter-Autonom-Fahrender Bus - dahinter steckt das innovative Mobilitätskonzept "ÖPNV On Demand", das im Projekt NAF Bus vorangebracht werden soll: Ein öffentlicher Nahverkehr mit autonom fahrenden Bussen ohne feste Routen und ohne Fahrpläne, der einzig durch die Nutzer gesteuert wird - das soll in Zukunft nicht mehr nur eine Vorstellung bleiben. Obgleich die erdachten Einsatzszenarien für die Bestellung per App sich noch nicht vollends realisieren lassen, konnten seit Projektbeginn bis jetzt dennoch wichtige Lernprozesse seitens der Betreiber und Fahrgäste im Testbetrieb erarbeitet werden, wobei es sich momentan um vorprogrammierte Strecken handelt, die zwei NAF Busse im Projekt fahren – ein Operator jeweils immer mit an Bord um bei Bedarf eingreifen zu können.

 

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) fördert das Projekt mit ca. 2,4 Millionen Euro. Es wird von der EurA AG, Niederlassung Schleswig-Holstein in Enge-Sande geleitet. Das Projekt ist aus dem EurA-Innovationsnetzwerk „Autonomes Fahren im ländlichen Raum“ in Schleswig-Holstein entstanden. Zum Projekt gehören sieben Unternehmenspartner aus verschiedensten Bereichen der Infrastrukturplanung und Energiemanagement bis hin zu Busbetreibergesellschaften und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Forschungseinrichtung mit drei Lehrstühlen. Diese untersuchen die Forschungsschwerpunkte im Projekt, die drei Szenarien beleuchten: Die Erforschung des Nutzerverhaltens, die rechtlichen Grundlagen sowie die funktionelle Sicherheit des Busses.


Der erste NAF Bus EMil fährt bereits seit Sommer 2018 auf dem GreenTECCampus in Enge-Sande, einem hochinnovativen grünen Gewerbepark im Kreis Nordfriesland bestehend aus Firmen rund um erneuerbare Energien und E-Mobilität, welcher durch seine 130 Hektar Größe und durch ein Straßennetz im nichtöffentlichen Bereich von 17 km Länge über ideale Testbedingungen für autonome Fahrzeuge verfügt. Hier hat auch die EurA AG Schleswig-Holstein ihren Sitz. „Durch die Vernetzung mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung besitzt die EurA AG das Know-how und die Kontakte um solche hochkarätigen Innovationsprojekte voranzutreiben.“ so Ralph E. Hirschberg, Leiter der EurA AG in Schleswig-Holstein und Projektleiter NAF Bus. Auf dem GreenTEC Campus befördert der NAF Bus der Marke EasyMile täglich sowohl Schulungsteilnehmer/innen wie auch interessierte Besucher/innen.

 

Der zweite NAF Bus der Marke Navya namens AutoNom ist seit Mai 2019 in Keitum auf Sylt im Einsatz und beförderte dort seitdem bereits über 9.000 Touristen und Bewohner/innen und legte mehr als 3.000 Kilometer zurück.

 

Ein dritter NAF Bus der Marke HFM (Hanseatische Fahrzeug Manufaktur) innerhalb des Projekts ist für den Kreis Dithmarschen zur Beförderung von Pendlern innerhalb der Orte Lunden/Lehe angedacht und befindet sich momentan noch in der Beschaffungsphase.

 

Mit dem Einsatz dreier Busse dreier verschiedener Hersteller und dem Fokus auf ländliche Räume im Gegensatz zu städtischen Testgegenden sowie einer 2,7 km langen öffentlichen Teststrecke auf Sylt hebt sich dieses Projekt von anderen in Deutschland deutlich ab und ist auf diese Art einzigartig. Beide Busse, die sich bist jetzt im Einsatz befinden, stoßen auf äußerst positive Resonanz. Dies zeigen erste Ergebnisse der Fahrgastbefragung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Mit großer Neugierde und Technikbegeisterung schauen die Fahrgäste auf das neue Verkehrsmittel, von dem sich auch schon viele Politiker aus Schleswig-Holstein gerne haben fahren lassen. U.a. haben sich Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP), Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen) und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) durch eine Testfahrt eigens ein Bild verschafft.

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